INFORMATIONEN ZUM BAUPROJEKT

Projekt: Bau eines Kinderheimes vom Familientyp in der Stadt Dunajiwzi im Chmelnytski  Gebiet

Das Problem der Sorge und Erziehung der Waisen ist und bleibt sehr akut auf dem Territorium der Länder der ehemaligen Sowjetunion, darunter auch der Ukraine. Das wird nicht nur von der wirtschaftlichen Krise beeinflusst, die schon lange Zeit dauert, sondern auch von den während des herrschenden Atheismus zerstörten geistigen und moralischen Werten. In den heute wirkenden Kinderheimen finden sich immer noch die Nachwirkungen des sowjetischen Ansatzes zur Erziehung der Waisen.

In der Ukraine wird die überwiegende Mehrheit von Waisen in den staatlichen Kinderheimen erzogen.  Dieses System hat sich nach Ende des II. Weltkrieges ergeben, als die Sowjetmacht die großen Waisenhäuser organisiert hat, um das Problem der wesentlichen Anzahl von den obdachlosen Waisen zu lösen. Leider hat sich in all den Jahren an diesem Ansatz weiter nichts verändert, die Kinderheime vom Familientyp  wurden nicht gegründet, und die Bevölkerung wurde zur Adoption von Waisen nicht genügend ermutigt.

Der aktuelle Zustand der staatlichen Waisenhäuser ist erbärmlich. Der Staat finanziert seine Kinderheime nicht im geeigneten Umfang. Die Waisen sind in solchen Heimen isoliert und erwerben keine Lebenskompetenzen. Der junge Mensch geht im Anschluss an die Zeit im Waisenhaus oft hilflos in die Welt hinaus.

Die staatlichen Waisenhäuser können eine Entfaltung und Rehabilitation der durch den Waisenstand verletzten Persönlichkeit der Kinder nicht sichern. Kein Wunder, dass jedes dritte Pflegekind aus solchen Heimen den Weg des Verbrechens wählt. Oft laufen die Waisen aus dem Waisenhaus weg, treiben sich in der Gegend herum, lernen zu betteln, stehlen, rauchen oder schnüffeln giftige Substanzen.  Die Älteren Jugendlichen können mit der Einnahme von Drogen anfangen. In den staatlichen Waisenhäusern beginnen die Pflegekinder das Geschlechtsleben sehr früh.

Die Caritas-Spes der Kamianets-Podilsker Diözese möchte in der Stadt Dunajiwzi ein Kinderheim vom “Familientyp” gründen. Hierzu hat sich die Familie von Olexandr Brunewitsch, der zusammen mit seiner Frau drei eigene Kinder erzieht, dazu entschlossen und möchte noch bis zu 10 Waisen adoptieren. Leider verfügen sie nicht über ausreichenden Wohnraum, um dies umzusetzen.

Familie Brunewitsch ist ohne Übertreibung eine Musterfamilie: die Kinder werden in  Liebe erzogen, lernen gut in der Schule, entwickeln ihre Talente, lernen verantwortlich und fleißig zu sein. Wir sind überzeugt, dass die adoptierten Kinder in der Familie herzlich aufgenommen werden und sich nach einer bestimmten Adoptions- und Eingewöhnungszeit wohl in der neuen Umgebung fühlen werden.

Der Bau des Kinderheimes, der als Eigentum von Caritas-Spes Kamianets-Podolski bleiben wird, ermöglicht eine dauerhafte Benutzung als Kinderheim vom “Familientyp”. Wir haben uns mehrfach  an die örtlichen Behörden mit einem Antrag gewendet, mit der Bitte, uns ein Grundstück zum Bau des Kinderheimes zuzuteilen. Die Behörden jedoch haben uns entweder ein Grundstück angeboten, dass sich direkt an einer Straßenkreuzung befindet, was viel Staub, Lärm und Gefahren mit sich bringen würde, oder ein Grundstück in einem nahe gelegenen Dorf, zu dem es aber keine zumutbare und befestigte Straße gibt. Es ist uns nicht einmal gelungen, diesen Ort zur Besichtigung zu erreichen. Für ein anderes Grundstück wollten die Behörden einen Geldbetrag erhalten, welcher nicht aufzubringen ist. Deshalb mussten wir die Grundstücksangelegenheit auf andere Weise lösen: Familie Brunewitsch hat der Caritas-Spes einen Teil ihres Eigentumsgrundstücks für den Bau dieses Kinderheimes übergeben.

Die Fläche des Gebäudes beträgt laut Bauplan 267 m2. Es wird geplant, dass das Kinderheim vom “Familientyp” mit der Einhaltung aller technologischen Anforderungen gebaut und im Laufe von 2,5 Jahren in Betrieb genommen wird. Es wurde schon ein funktionierendes Bauprojekt, eine Kostenvoranschlagsdokumentation gemacht, eine Fläche für den Bau zugewiesen, eine Genehmigung der Behörden für den Bau erhalten. Die Gebäudewartung erfolgt auf Kosten der Eltern und zusätzlich durch Sozialhilfe, die der Staat den Familien erteilt. Ab Anfang 2017 wäre das monatliche Einkommen der Familie bei einer der Adoption von 10 Kindern bei 43580 Grn., obligatorische Familienkosten – 38400 Grn. Die bereits zugesagte Hilfe bei der Finanzierung des Gebäudes wird die Caritas-Spes Kamianets-Podilski und die Römisch-Katholische Pfarrei St. Michael in Dunajiwzi leisten.

Positive Merkmale eines Waisenhauses für Kinder, die adoptiert werden und in einer Familie aufwachsen:

  1. Die Waisen bekommen eine richtige Erziehung.
  2. Die Waisen werden in guten häuslichen Bedingungen wohnen.
  3. Die Waisen erhalten eine angemessene Pflege.
  4. Die Waisen erhalten eine Ausbildung in einer regulären Schule.
  5. Die Waisen werden Freunde aus der Schule und aus anderen Familien haben.
  6. Die Waisen werden in der Zukunft eine Familie und ein zu Hause haben.
  7. Die Waisen werden ein echtes Familienleben erleben.

Den Bau wird Olexandr Brunewitsch selbst ausführen, da er die entsprechende Ausbildung und  Lizenz hat und als privater Unternehmer registriert ist. Mit ihm wird die Caritas-Spes die Verträge über Ausführung verschiedener Baustufen abschließen und deren sachgemäße Ausführung kontrollieren.

Der Bau wird in zwei Bauphasen stattfinden.

I. Bauphase: Vorbereitung des Territoriums, Baugrube graben/ausheben, Bau des Fundaments des Hauses, Errichtung des Mauerkastens des Hauses, Ausführung der Dachmontage.

Geplante ist, die I. Bauphase bis 01.12.2018 zu beenden.

II. Bauphase: Installation von Fenstern und Außentüren, Installation der Wasserversorgung und des Heizungssystems, Installation des Stromnetzes, interne Abschlussarbeiten, externe Arbeiten; Landschaftsgestaltung des Territoriums und andere Abschlussarbeiten.

Geplante ist, die II. Bauphase bis 01.07.2020 zu beenden.

Budget (detaillierte Kosten, die im Baukostenvoranschlag angegeben sind)

Nr. Ausgabenposten Summe, Grn.
I Bauphase
1 Unterirdischer Teil 4282
2 Fundamente 109228
3 Oberirdischer Teil der Konstruktion:  
3.1 Böden 109517
3.2 Wände 463082
3.3 Dach 339563
ІI Bauphase
3.4 Schlitze (Fenster, Türen) 207386
3.5 Innenausstattung 416031
3.6 Äußere Dekoration 80941
3.7 Interne Anordnung 528211
4 Elektrische Arbeiten 65265
5 Wasserversorgung, Heizung 244663
6 Externe Wasserversorgungsnetze, Entwässerung 58898
7 Landschaftsgestaltung des Territoriums 199218
8 Gesetzliche Steuern, Zahlungen 148752
  Insgesamt: 2975037

Die Gesamtbaukosten belaufen sich laut Projektplan und Kostenvoranschlag auf 2.975.037 Grn., was 92.970 Euro gleich ist.

Die Genehmigung vom Fonds Ginger UCEFF zur Teilfinanzierung der I. Bauphase in Höhe von 500.000 Grn. (15.244 Euro) haben wir bereits erhalten. Dieser Betrag ist bereits auf das Konto der Caritas-Spes eingegangen. Begonnen wird mit dem Bau im April diesen Jahres. Für den noch fehlenden Betrag haben wir uns anderen Wohltätern zugewandt, aber leider bisher noch keine positive Antwort erhalten.

Wir appellieren mit einer herzlichen Bitte an die Wohltäter, uns mögliche Hilfe beim Bau des Kinderheimes vom “Familientyp” in Dunajivci zu leisten – um den Bau der Wände und des Daches abschließen zu können.

Im Jahre 2018 werden wir weitere Sponsoren suchen, damit die Arbeiten über das Jahr 2019 fortgeführt und Mitte 2020 abgeschlossen werden können.

Wir legen den Baukostenvoranschlag, den Projektplan, die Mitteilung der Behörden über den Baubeginn und den Auszug aus dem Register des Grundstücks bei.

Für das Bauprojekt haben wir zwei Ansprechpartner. Herrn Pastor Oleksandr Lavrentiev und Don Pedro Hutsal stehen Ihnen hierzu gern zur Verfügung. Beide sind in Wolfsburg in der St. Christophorus Gemeinde tätig. Bei Fragen oder Anliegen um das Projekt wenden Sie sich bitte an die oben genannten Ansprechpartner.

Unter der folgenden E-mail Adresse: lavrentiev@kirchewolfsburg.de oder über Handy:

+49 151 71349572 können Sie Pastor Oleksandr kontaktieren und erreichen.

Sie können auch unsere Homepage besuchen caritas-spes-kam-pod.km.ua.

Wir danken herzlich für die Betrachtung unseres Antrags und hoffen auf Ihre positive Antwort.

Unterstützer der Bitte

Pfr. Pavlo Gontscharuk

Direktor von Caritas-Spes

der Kamianets-Podilsker  Diözese